Erfahrungsbericht Urlaub auf Elba

Ich war vor über zehn Jahren das erste Mal auf Elba- und komme immer wieder dorthin zurück. Dies hat schließlich auch dazu geführt, dass ich letztes Jahr dort in einer Segelschule gearbeitet hab- und so die Insel nicht nur von der Seite eines Touristen kenne.

Wer einmal auf Elba war, kehrt immer wieder dorthin zurück…

 

Es liegt ein Zauber über dieser Insel- ein Zauber, der auch mich bereits vor vielen Jahren gepackt hat. Bereits bei der einstündigen Überfahrt von Piombino liegt der erste Salzgeruch in der Nase und die ersten Urlaubsgefühle treten spätestens dann auf, wenn man die ersten Blicke der wunderschönen Buchten und Steilküsten der so grünen Insel erhascht. Vor elf Jahren besuchte ich das erste Mal diese Insel und habe beinahe jeden Teil auf ihr bereits besucht. Aufgrund dessen möchte ich auf dieser Seite ein paar Tipps und Erfahrungen an diejenigen weitergeben, die sich noch auf ihren ersten Urlaub auf Elba freuen.

 

Ausgewählte Orte auf Elba, die man sich nicht entgehen lassen sollte…

 

Portoferraio

 

Die meiste Zeit meiner Aufenthalte auf Elba habe ich auf der “Flosse”, das heißt im östlichen Teil der Insel verbracht (die Insel hat die Form eines Fisches, dessen Kopf im Westen liegt). Die Neugier auf die Inselhauptstadt Portoferraio wird bereits bei der Einfahrt mit derAutofähre erweckt, da allein der Hafen mit den vielen Yachten elegant in der Bucht liegt. Ein Besuch dieser Stadt ist ein echtes Muss und verbindet gleich mehrere Dinge miteinander: Natürlich gibt es hier die größte Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten- doch ist direkt in der Stadt auch ein sehr schöner Stadtstrand zu finden. Mit dem Napoleon Haus ist zudem echte Kultur zu erleben und besonders bei Nacht lohnt es sich hoch oben auf die Burg von Napoleon zu steigen, da sich von dort ein wunderschöner Ausblick über den Golf von Portoferraiooffenbart. Wer einfach nur gemütlich durch den Hafen schlendern und sich in ein Café setzten möchte findet hierfür zahlreiche Möglichkeiten. Im Sommer zur Hochsaison ist Portoferraio Austragungsort vieler Konzerte von verschiedenen Genres. Häufig finden diese auf einem der kleinen Piazze statt und bieten daher echten italienischen Charme anstatt überfüllter Massenveranstaltungen.

 

Capoliveri

 

 

Capoliveri ist eine der etwas größeren Ortschaften der Insel und wacht als Bergdorf geradezu empirisch über den östlichen Teil der Insel. Sie liegt etwa 15 km südlich von Portoferraio und ist gemeinsam mit der Hafenstadt Porto Azzurro eine der zwei Hauptorte der Region. Jede Ecke dieses Ortes ist von italienischem Flair umhaucht: Kleine enge Gassen führen durch das Dorf und bieten aber gleichzeitig genügend Platz für das lebhafte Treiben der Elbaner. Leider werden die Menschenmengen in den lauhen Sommernächten immer größer, doch ist ein Besuch von einem original italienischen Konzert auf der Piazza des Ortes mit weitem Überblick über die Insel nichtsdestotrotz wirklich empfehlenswert. Rund um Capoliveri gibt es zahlreiche Buchten und Strände, wovon besonders der Strand von Zuccale undBarabarca zu empfehlen ist.

 

Porto Azzurro

 

Die elegante Hafenstadt Porto Azzurro erscheint nach einer kurvigen Autofahrt in einer Bucht und bietet eine wunderschöne Piazza direkt am Hafen, auf der man in vielen Cafés die einzigartige Aussicht genießen kann. Der kleine und übersichtliche Stadtkern enthält viele einladende Geschäftchen, die regelrecht zum Bummeln einladen. Von Porto Azzurro führt zudem eine Straße zu den Orten Cavo und Rio Marina (Rio Marina wird übrigens auch von der Autofähre von Piombino aus angesteuert), die die östlichsten Orte der Insel sind.

 

Bagnaia

 

Das alte kleine Fischerdorf Bagnaia zählt bislang noch zu den Geheimtipps der Insel und liegt genau gegenüber von Portoferraio. Neben einem kleinen Hauptweg ist das Dorf hauptsächlich vom Segelzentrum Elba geprägt. Der kleine unberührte Kieselstrand wird auf der einen Seite von der Segelwerft, auf der anderen vom Büro der Segelschule begrenzt. Wer aber neben einem Segel- oder auch nur Badeurlaub auch einmal die Insel per pedes erkunden möchte, hat in Bagnaia einen optimalen Startpunkt gefunden: Von hier aus lässt sich in einer etwa einstündigen Wanderung die Fluchtburg Volterraio (394m) erklimmen, die einen atemberaubenden Blick über den Golf von Portoferraio bietet. Zudem ist vor allem eine circa drei stündige Wanderung in das Bergdorf  Rio Nell´Elba zu empfehlen. Auf dieser Wanderung sind unzählige Panoramablicke garantiert und der attraktive Zielort Rio Nell´Elba überzeugt durch seine Ursprünglichkeit.

 

Lacona

 

Der Ort Lacona selbst ist nicht wirklich zu empfehlen. Das Besondere liegt vielmehr am Sandstrand von Lacona, der mit seiner 1 km Länge der längste Strand der Insel ist. Um diesen liegen viele Campingplätze, die meistens terrassenartig an der Strandküste liegen.

 

Wertvolle Tipps aller Art

 

Wandern

 

Als besondere Attraktion der Insel gilt der Monte Capanne, welcher im Westen der Insel liegt . Dieser höchste Berg der Insel ist im Sommer fast immer von jedem Punkt der Insel zu erkennen. Er kann sowohl bestiegen, als auch befahren werden: goldene papageiförmige Gittergondeln führen auf die Spitze des Berges und machen allein die Fahrt zu einem echten Erlebnis. Bei gutem Wetter kann man sowohl die gesamte Fischform Elbas erkennen und zudem bis nach Korsika und das Festland blicken.

 

Italienisches Feeling

 

Wer die Insel einmal auf eine richtig italienische Weise erkunden möchte, sollte sich für einen oder gleich mehrere Tage einen Roller mieten. In Italien ist dies aufgrund sehr unbürokratischer Gesetze sehr einfach und verhältnismäßig günstig. Wer dann einmal mit flatternem Hemd und Vespabrille über die Insel knattert, lässt sich nicht nur die salzige Luft einmal so richtig um die Nase wehen, sondern bekommt einfach das Gefühl echter Dolce Vita.

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